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Blog · 06.03.2025

Warum ein komplizierter Check-out Online-Käufer abschreckt

Die digitale Einkaufswelt boomt – doch trotz aller Fortschritte gibt es einen Stolperstein, der vielen deutschen Verbrauchern den letzten Nerv raubt: einen zu komplexen Check-out-Prozess. Eine aktuelle Untersuchung des Zahlungsanbieters Mastercard zeigt, dass im Jahr 2024 mehr als 56 Millionen Online-Käufe in Deutschland an der virtuellen Kasse abgebrochen wurden. Dieser Blogbeitrag beleuchtet, welche Hürden beim Bezahlen überwunden werden müssen und wie Unternehmen durch Vereinfachung nicht nur den Umsatz, sondern auch das Kundenerlebnis steigern können.

Die Tücken des Online-Check-outs

Der Check-out ist für viele der wichtigste Schritt im Online-Kaufprozess. An diesem Punkt entscheiden sich Verbraucher, ob sie den Kauf abschließen oder den Warenkorb wieder verlassen. Die Studie von Mastercard macht deutlich: Wenn der Zahlungsprozess zu aufwendig oder unübersichtlich ist, flüchten die Kunden – und damit der gesamte Umsatz. Es zeigt sich, dass insbesondere die manuelle Eingabe von Informationen den entscheidenden Dämpfer darstellt.

Frustfaktor manuelle Dateneingabe

Ein zentrales Problem: Trotz moderner Technologien tippen vier von fünf Online-Shoppern in Deutschland immer noch ihre 16-stellige Kreditkartennummer per Hand ein. Ebenso wenig wurde der Aufwand bei der Adressangabe reduziert – satte 90 Prozent geben ihre vollständige Adresse manuell ein. Über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) empfinden diese Eingaben als umständlich, insbesondere wenn es um lange oder komplizierte Ortsnamen geht. Dieser zusätzliche Aufwand führt nicht nur zu Frustration, sondern lässt auch potentielle Käufer schnell den Mut verlieren und den Einkauf abbrechen.

Zeitinvestition und ihre Kosten

Nicht nur die Frustration, sondern auch der Zeitaufwand spielt eine große Rolle. Im Durchschnitt tätigt der deutsche Verbraucher 56 Online-Einkäufe pro Jahr – was mehr als drei Tage intensiver Recherche und Kaufentscheidungen bedeutet. Allein das manuelle Ausfüllen von Zahlungs- und Adressdaten summiert sich hierbei auf über zwei Stunden jährlich. Diese scheinbar kleinen Minuten summieren sich zu einem erheblichen Zeitverlust, der das gesamte Einkaufserlebnis negativ beeinflusst. Für Online-Händler ist das ein deutliches Signal: Optimierungen im Check-out können einen großen Unterschied machen.

Sicherheitsbedenken und Datenschutz

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Thema Sicherheit. Fast 87 Prozent der Online-Käufer empfinden die Abfrage unnötiger persönlicher Informationen als störend. Viele haben zudem das Gefühl, bereits zu viele Daten mit verschiedenen Unternehmen geteilt zu haben – 44 Prozent äußerten genau diese Befürchtung. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf dem Umgang mit gespeicherten Zahlungsinformationen: Während 42 Prozent ihre Kartendaten ausschließlich bei großen, vertrauenswürdigen Online-Händlern hinterlegen, tun dies 56 Prozent nur in Shops, die sie regelmäßig besuchen. Dieses selektive Vertrauen zeigt, dass Nutzer vor allem auf etablierte und sichere Zahlungsdienstleister setzen.

Das Problem der Online-Konten

Ein überraschender Aspekt der Studie ist das sogenannte „Konten-Chaos“. Rund 11 Prozent der Verbraucher wissen gar nicht, wie viele Online-Konten sie besitzen. Noch alarmierender ist, dass fast die Hälfte der Befragten über inaktive „Zombie-Konten“ verfügt – potenzielle Sicherheitsrisiken, die im digitalen Zeitalter nicht unterschätzt werden dürfen. Diese Unübersichtlichkeit kann das Vertrauen in Online-Dienste weiter schwächen und den ohnehin komplizierten Bezahlprozess zusätzlich belasten.

Unterschiedliche Nutzerbedürfnisse je nach Altersgruppe

Die Studie zeigt zudem, dass nicht alle Altersgruppen gleich ticken. Besonders die jüngeren Verbraucher im Alter von 25 bis 34 Jahren neigen dazu, den Kauf abzubrechen, wenn sie ihre Kartendaten nicht direkt zur Hand haben. Im Vergleich dazu tun dies nur 5 Prozent der über 55-Jährigen. Diese Differenz verdeutlicht, dass gerade die digitale Generation hohe Ansprüche an den Komfort und die Benutzerfreundlichkeit von Online-Shops stellt.

Fazit: Mehr Komfort für mehr Umsatz

Die Erkenntnisse aus der Mastercard-Studie legen nahe, dass ein reibungslos gestalteter Check-out-Prozess nicht nur die Frustration der Kunden senkt, sondern auch direkt zu höheren Umsätzen führen kann. Online-Händler sollten daher in die Optimierung ihrer Zahlungsabläufe investieren – sei es durch automatisierte Eingabeprozesse, die Integration vertrauenswürdiger Zahlungsanbieter oder durch eine transparente Kommunikation im Bereich Datenschutz. Letztlich entscheidet die Benutzerfreundlichkeit darüber, ob der Verbraucher den Kauf abschließt oder den Warenkorb ungedeckt zurücklässt.

Die Botschaft ist klar: Ein einfacher, intuitiver Check-out ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Online-Strategie. Unternehmen, die den digitalen Einkauf zu einem mühelosen Erlebnis machen, sichern sich nicht nur das Vertrauen ihrer Kunden, sondern auch ihren langfristigen wirtschaftlichen Erfolg.

Quelle

Dieser Blogbeitrag basiert auf einem Artikel, der im E-Commerce-Magazin erschienen ist.
Informationen zur erwähnten MasterCard-Studie finden Sie auf der Website von MasterCard.

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