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Blog · 27.08.2025

Kaufabbrüche im Onlinehandel: Neue Zahlen und Lösungen 2025

Über 70 Prozent aller Warenkörbe bleiben unvollendet – Ursachen und Chancen für Händler

Der digitale Warenkorb ist für viele Onlinehändler ein sensibler Punkt – und leider oft das Ende einer vielversprechenden Customer Journey. Aktuelle Zahlen zeigen, wie gravierend das Problem ist: Mehr als 71 Prozent aller Warenkörbe in deutschen Onlineshops werden im ersten Halbjahr 2025 abgebrochen. Damit ist die Quote im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen.

Wo Kaufabbrüche besonders häufig auftreten

Die Analyse verdeutlicht deutliche Unterschiede zwischen Geräten, Preisklassen und Branchen:

  • Mobile Devices: Nutzerinnen und Nutzer von Smartphones brechen mit rund 74 Prozent am häufigsten ab. Hauptgrund ist eine schlechte mobile Usability und ein komplizierter Check-out. Auf dem Desktop liegt die Quote immerhin noch bei rund 67 Prozent.
  • Preissegmente: Besonders Produkte zwischen 1 und 30 Euro werden häufig nicht gekauft (ca. 77 %). Im höheren Preissegment von 120 bis 150 Euro sinkt die Quote deutlich auf rund 66 %. Auffällig: Extrem günstige Angebote lösen häufig Misstrauen aus.
  • Branchen: Spitzenreiter bei Abbrüchen ist die Erotikbranche mit fast 96 Prozent. Aber auch Versicherungen, Reise-Accessoires oder Tischkultur sind deutlich stärker betroffen als der Durchschnitt.

Zudem spielt die Tageszeit eine Rolle: Abends und nachts ist die Abbruchquote besonders hoch, während zwischen 7 und 10 Uhr morgens die meisten Käufe erfolgreich abgeschlossen werden.

Gründe für Kaufabbrüche

Die Ursachen sind vielfältig – und häufig hausgemacht:

  • versteckte oder hohe Versandkosten
  • zu wenige Bezahlmöglichkeiten, vor allem für internationale Kundschaft
  • lange Lieferzeiten oder fehlende Express-Optionen
  • fehlende Sicherheitssiegel oder SSL-Zertifikate
  • Pflicht zur Registrierung statt Gastbestellung
  • technische Probleme, unklare Navigation oder langsame Ladezeiten
  • Unsicherheit durch unklare Rückgabebedingungen

Hinzu kommt das psychologische Phänomen **FOBO („Fear of Better Options“) **: Viele brechen ab, weil sie auf bessere Alternativen hoffen oder noch unsicher sind.

Strategien zur Senkung der Abbruchrate

Onlineshops können dem Problem aktiv begegnen. Wirksame Maßnahmen sind unter anderem:

  • Checkout vereinfachen: Ein schlanker, transparenter Prozess – am besten auf einer Seite – mit klaren Eingabefeldern, sichtbaren Zahlungsoptionen und mobiler Optimierung.
  • Offen kommunizieren: Versandkosten, Lieferzeiten, Retourenbedingungen und Sicherheitsstandards sollten frühzeitig angezeigt werden, um Vertrauen zu schaffen.
  • Personalisierte Rückgewinnung: Mit Exit-Intent-Popups oder gezielten Mails lassen sich viele potenzielle Käufer zurückholen. KI-gestützte Systeme können dabei das Nutzerverhalten analysieren und individuelle Impulse setzen.
  • E-Mail-Sequenzen nutzen: Erinnerungen nach 24, 48 und 72 Stunden – kombiniert mit Rabatten oder Zusatzvorteilen – erhöhen die Chance, dass ein abgebrochener Kauf doch noch abgeschlossen wird.

Kunden gezielt zurückgewinnen mit der User State Machine von digital concepts

Sie möchten keine Kunden verlieren? Teilen Sie Ihre Kunden in verschiedene Gruppen ein, um mehr Kontrolle über Ihren Kundenstamm zu haben und dessen Aktivitäten besser überwachen zu können. Danach setzen Sie gezielte (Werbe-)Aktionen je definierter Gruppe ein, um die Kunden zu einem (nächsten) Kauf zu animieren.

Beispiel für Gruppendefinitionen:

  • Neukunde = alle neu registrierten Kunden
  • Erstkäufer = Kunden, die zum 1. Mal in meinem Webshop kaufen
  • wiederholter Käufer = Kunden, die nach dem Erstkauf eine erneute Bestellung getätigt haben
  • hoher Umsatz = Kunde mit Umsatz pro Bestellung von mehr als € 300
  • gefährdete Kunden = Käufer, die seit mehr als 2 Monaten nicht mehr bestellt haben
  • inaktive Kunden = Kunden, die sich registriert haben und nach 12 Monaten keine Bestellung aufgegeben haben

Beispiel für eine Werbeaktion auf Basis der User State Machine:

Alle „gefährdeten Kunden“ erhalten einen Rabattcode für die nächste Bestellung. (Einfache Umsetzung mittels Gutscheinmodul und Newslettermodul im digital concepts Webshop garantiert!)

Vorteile:

Die User State Machine ist flexibel und kann an Ihre Wünsche angepasst werden. Sie entscheiden, in welche Kategorien Ihre Kunden unterteilt werden. Dies wird dann anschaulich in einer Grafik dargestellt. Da die User State Machine voll ins System integriert ist, können Sie durch Benutzerselektion spezielle Newsletterlisten erstellen und mit diversen Gutscheinen etwaige gefährdete Kunden wieder zum Kauf motivieren. Durch die Kombinationsmöglichkeit mit anderen Modulen sparen Sie obendrein noch viel Zeit!

Fazit

Die aktuellen Zahlen machen deutlich: Kaufabbrüche gehören weiterhin zu den größten Herausforderungen im Onlinehandel. Besonders mobile Nutzer, günstige Preissegmente und bestimmte Branchen sind betroffen. Die Ursachen reichen von unklaren Kosten und technischen Schwächen bis hin zu psychologischen Hürden. Wer jedoch auf Transparenz, mobile Optimierung und intelligente Rückgewinnungsstrategien setzt – und zusätzlich Tools wie die User State Machine nutzt –, kann die Conversion-Rate spürbar steigern und entgangene Umsätze erfolgreich zurückholen.

Quelle:

Dieser Blogbeitrag basiert auf einem Artikel, der auf Internetworld.at erschienen ist.

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