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Blog · 03.04.2025

Internationale Shopping-Studie: Hybrides Einkaufen und digitale Lösungen immer beliebter

Das Einkaufsverhalten in Europa befindet sich im Wandel: Verbraucher kombinieren zunehmend Online- und Offline-Shopping und setzen verstärkt auf digitale Lösungen. Dies geht aus einer aktuellen Studie von Shopfully (ehemals Offerista Group) in Zusammenarbeit mit Reppublika Research & Analytics hervor. Die Untersuchung beleuchtet das Einkaufsverhalten in Deutschland, Österreich, Italien und Spanien und zeigt spannende Trends, die den Handel nachhaltig beeinflussen.

Lebensmittel und Drogeriewaren weiterhin stationär – Elektronik und Mode hybrid

Trotz der Digitalisierung bleibt der stationäre Handel in bestimmten Produktkategorien dominant. Besonders Lebensmittel und Getränke kaufen die meisten Europäer:innen weiterhin im Geschäft:

  • 92 % der Verbraucher in Deutschland und Italien
  • 91 % in Österreich und Spanien

Ähnlich verhält es sich mit Drogerieartikeln und Produkten aus dem Gesundheits- und Pharmabereich, die bevorzugt vor Ort gekauft werden.

Anders sieht es bei Elektronik, Mode und Schuhen aus. Hier sind hybride Einkaufsprozesse – also eine Mischung aus Online-Recherche und stationärem Kauf – weit verbreitet:

  • Elektronikartikel werden von mindestens 56 % der Deutschen, 61 % der Österreicher, 73 % der Spanier und 83 % der Italiener hybrid gekauft.
  • Mode und Schuhe kaufen 77 % der Italiener und 76 % der Spanier zumindest gelegentlich hybrid. Auch in Österreich (59 %) und Deutschland (54 %) sind diese Kaufmethoden verbreitet.

Digital schlägt Print – Das Informationsverhalten verändert sich

Früher waren gedruckte Prospekte die wichtigste Informationsquelle für Sonderangebote. Heute setzen Verbraucher zunehmend auf digitale Alternativen:

  • 75 % der Italiener und Spanier würden Printprospekte nicht vermissen und informieren sich stattdessen online oder per Smartphone.
  • Auch in Deutschland (53 %) und Österreich (48 %) ist der Abschied vom Printprospekt in vollem Gange.

Vor allem in den Kategorien Elektronik, Mode, Möbel und Heimwerkerbedarf verlagert sich die Informationssuche immer stärker ins Digitale.

Einige Zahlen dazu:

  • Beim Kauf von Elektronik nutzen nur noch 26 % der Österreicher und 23 % der Deutschen Printprospekte. In Italien und Spanien sind es sogar nur 17 %.
  • Im Bereich Mode und Schuhe ist ein ähnlicher Trend erkennbar – klassische Flugblätter spielen kaum noch eine Rolle.

Wie informieren sich Konsument:innen online?

  • Google-Suche: 55-56 % nutzen sie für die Recherche.
  • Unternehmenswebsites: 43-48 % informieren sich dort.
  • Vergleichsseiten & Apps: Jeder Vierte nutzt Plattformen wie Idealo & Co.
  • Social Media: Besonders die 15- bis 29-Jährigen suchen auf Instagram, TikTok und Co. nach Angeboten.

Sonderangebote und Aktionen – Ein entscheidender Faktor

Unabhängig von der Produktkategorie bleiben Sonderangebote und Rabattaktionen ein zentrales Kaufkriterium. Besonders bei Lebensmitteln und Getränken sind Rabatte für viele essenziell:

  • Österreich: 71 % achten besonders auf Angebote.
  • Deutschland: 69 %
  • Italien: 72 %
  • Spanien: 74 %

Aber auch bei Elektronik, Mode und Schuhen sind Preisnachlässe entscheidend:

  • Elektronik: Bis zu 77 % der Spanier kaufen hier bevorzugt im Angebot.
  • Mode & Schuhe: Rabatte sind für bis zu 78 % der Befragten in Europa relevant.

Interessant: Viele Konsumenten holen sich Inspiration direkt im Geschäft. Besonders in Spanien (67 %) und Italien (62 %) wird der stationäre Handel noch als wichtiger Ideengeber gesehen.

Mobile Shopping-Lösungen sind gefragt

Mobile Technologien spielen eine immer wichtigere Rolle – sowohl zur Recherche als auch beim Kaufprozess. Die Studie zeigt ein steigendes Interesse an digitalen Shopping-Tools:

Apps für Preisvergleiche:

  • 66 % der Spanier und 65 % der Italiener würden eine solche App nutzen.
  • In Deutschland (48 %) und Österreich (46 %) ist das Interesse etwas geringer.

Mobile Kassen & Bezahlen per Smartphone:

  • Besonders in Italien (65 %) und Spanien (62 %) gefragt.
  • In Deutschland (41 %) und Österreich (35 %) ist das Interesse noch verhalten.

Push-Benachrichtigungen zu Angeboten in der Nähe:

  • 67 % der Spanier und 60 % der Italiener finden das nützlich.
  • In Deutschland (39 %) und Österreich (35 %) ist die Nachfrage ebenfalls vorhanden.

Weitere beliebte digitale Features:

  • QR-Code zum Checken der Warenverfügbarkeit (DE: 39 %, IT: 56 %, ES: 61 %)
  • Navigations-App für Stores (DE: 30 %, IT: 50 %, ES: 55 %)
  • Digitale Einkaufsliste in der Händler-App (DE: 31 %, IT: 48 %, ES: 56 %)
  • Virtuelle Anprobe mit Augmented Reality (DE: 25 %, IT: 44 %, ES: 49 %)

Fazit: Der Handel muss digitaler werden

Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass digitale Kanäle für das Shopping-Erlebnis immer wichtiger werden. Gedruckte Prospekte verlieren an Bedeutung, während mobile Technologien und hybride Einkaufsprozesse auf dem Vormarsch sind.

Was bedeutet das für Händler?

Unternehmen sollten digitale Kommunikationsstrategien weiter ausbauen und innovative Shopping-Technologien anbieten. Wer sich anpasst, kann die Kund von morgen optimal erreichen!

Quelle

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel, der auf Internetworld.at erschienen ist.

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