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Produkt-Tags sorgen dafür, dass Kunden auch dann das richtige Produkt finden, wenn sie einen anderen Begriff, eine abweichende Schreibweise oder eine eigene Artikelnummer verwenden.
Produktnamen entstehen meist aus Artikelstammdaten, Katalogen oder ERP-Systemen. Kunden suchen jedoch nicht immer mit genau diesen Bezeichnungen.
Ein Produkt kann beispielsweise offiziell als „Pullover“ geführt werden, während viele Kunden nach „Hoodie“ suchen. Andere verwenden Abkürzungen, branchentypische Begriffe, alte Produktbezeichnungen oder schlicht eine häufige Falschschreibung.
Mit dem Modul Produkt-Tags lassen sich deshalb zusätzliche Suchbegriffe direkt beim Produkt hinterlegen. Diese Begriffe müssen für den Kunden nicht sichtbar sein, werden von der Shopsuche aber berücksichtigt.
So verbindet die Suche unterschiedliche Sprachwelten miteinander, ohne dass Produktnamen oder Stammdaten künstlich verändert werden müssen.
Eine Produktsuche kann nur mit den Informationen arbeiten, die ihr zur Verfügung stehen. Gerade bei größeren Sortimenten entstehen schnell unterschiedliche Bezeichnungen für denselben Artikel.
Hersteller und Händler verwenden unterschiedliche Begriffe, Fachabteilungen sprechen anders als Einkäufer und Endkunden kennen häufig eher die umgangssprachliche Bezeichnung eines Produkts. Im B2B-Bereich kommen zusätzlich kundeneigene Artikel- oder Materialnummern hinzu.
Ein Produkt kann also im Shop vorhanden sein und trotzdem nicht gefunden werden.
Produkt-Tags schließen genau diese Lücke.
Angenommen, ein Artikel heißt im Warenwirtschaftssystem und damit auch im Webshop offiziell:
Pullover Modell 4711
Ein Kunde sucht jedoch nach:
Hoodie
Mit einem zusätzlichen Produkt-Tag „Hoodie“ wird der Artikel trotzdem gefunden. Die sichtbare Produktbezeichnung bleibt unverändert, die Suche kennt aber beide Begriffe.
Der Kunde muss also nicht wissen, wie ein Produkt intern bezeichnet wird.
Normalerweise möchte man Schreibfehler möglichst vermeiden. Bei Suchbegriffen können bekannte Falschschreibungen allerdings ausgesprochen hilfreich sein.
Wer beispielsweise nach „LKW“ sucht, könnte auch „Lkw“, „Lastwagen“ oder sogar die lautmalerische Schreibweise „Elkawe“ verwenden.
Wenn bekannt ist, dass bestimmte Schreibweisen regelmäßig vorkommen, können diese bewusst als Produkt-Tags hinterlegt werden. Sie müssen dabei nicht auf der Produktseite erscheinen, sondern dienen ausschließlich der Suche.
So führt auch eine ungewöhnliche Eingabe zum gewünschten Ergebnis.
Im B2B-E-Commerce gibt es einen weiteren wichtigen Anwendungsfall.
Großkunden arbeiten häufig mit eigenen Artikelnummern, Materialnummern oder internen Bezeichnungen. Die Artikelnummer des Lieferanten spielt für den Einkauf dann möglicherweise kaum eine Rolle.
Ein Beispiel:
Der Shopbetreiber führt einen Artikel unter der Nummer:
DC-84721
Ein Kunde kennt denselben Artikel intern jedoch ausschließlich als:
MAT-381572
Wird diese kundenspezifische Nummer als zusätzlicher Suchbegriff hinterlegt, kann der Einkäufer mit der ihm bekannten Nummer suchen und gelangt direkt zum richtigen Produkt.
Gerade bei wiederkehrenden Bestellungen erleichtert das den täglichen Einkauf erheblich.
Ein wichtiger Vorteil von Produkt-Tags besteht darin, dass die eigentlichen Produktdaten nicht verändert werden müssen.
Das ist insbesondere dann relevant, wenn Produktnamen, Artikelnummern und Beschreibungen automatisiert aus einem ERP-, PIM- oder Warenwirtschaftssystem übernommen werden.
Statt einen Produktnamen mit zahlreichen Synonymen, Schreibvarianten und Artikelnummern zu überladen, bleiben die Stammdaten sauber strukturiert.
Die zusätzlichen Begriffe werden dort verwendet, wo sie benötigt werden: in der Suche.
Produkt-Tags müssen nicht auf der Produktseite angezeigt werden.
Dadurch können auch Begriffe hinterlegt werden, die für die Auffindbarkeit nützlich sind, im eigentlichen Produkttext aber wenig verloren hätten. Dazu zählen beispielsweise:
Die Produktdarstellung bleibt damit übersichtlich, während die Suchbasis deutlich breiter wird.
Eine Suche ohne Ergebnis ist im E-Commerce besonders ungünstig.
Der Kunde weiß schließlich nicht automatisch, ob ein Produkt tatsächlich nicht vorhanden ist oder ob er lediglich den „falschen“ Suchbegriff verwendet hat.
Produkt-Tags helfen dabei, solche Situationen zu vermeiden. Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass unterschiedliche Formulierungen zum passenden Produkt führen.
Das ist besonders bei umfangreichen oder erklärungsbedürftigen Sortimenten wertvoll, in denen sich Kunden nicht jede offizielle Produktbezeichnung oder Artikelnummer merken können.
Produkt-Tags lösen nicht jedes Suchproblem.
Eine professionelle Shopsuche sollte weiterhin Produktnamen, Artikelnummern und weitere relevante Produktinformationen berücksichtigen und möglichst sinnvoll mit unterschiedlichen Eingaben umgehen.
Produkt-Tags ergänzen diese Funktionen um gezieltes Wissen über das eigene Sortiment und die eigenen Kunden.
Genau darin liegt ihre Stärke: Shopbetreiber wissen häufig sehr genau, welche Begriffe ihre Kunden tatsächlich verwenden. Dieses Wissen kann mit Produkt-Tags direkt in die Suche einfließen.
Produkt-Tags sind besonders sinnvoll, wenn:
Damit eignen sich Produkt-Tags sowohl für klassische B2C-Shops als auch besonders für B2B-Shops mit großen Sortimenten und individuellen Kundenbeziehungen.
Eine gute Produktsuche sollte sich an der Sprache der Kunden orientieren – und nicht verlangen, dass sich Kunden an die Sprache der Produktdaten anpassen.
Mit Produkt-Tags lassen sich Synonyme, alternative Bezeichnungen, Schreibvarianten und kundenspezifische Artikelnummern unkompliziert ergänzen. Die eigentlichen Stammdaten bleiben sauber, während die Suche zusätzliche Informationen erhält.
So werden Produkte leichter gefunden, Suchabbrüche reduziert und gerade bei großen B2B-Sortimenten alltägliche Beschaffungsprozesse komfortabler.
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